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Industriedenkmal Malsch & Volkert

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Die Firma Malsch & Volkert wurde 1924 durch den Techniker Otto Malsch und den Buchalter August Volkert in einem Wirtschaftsgebäude des Steinschen Unterhofes gegründet.
 

Zu dem Fertigungsprogramm gehörten Ösen und Nieten. Die Fertigung erfolgte auf Doppelständer -Exzenterpressen mit selbsttätigem Walzenvorschub, die durch einen Elektromotor und Transmissionen angetrieben wurden. Alle für die Fertigung notwendigen Werkzeuge kamen aus dem eigenen Haus, d.h. Konstruktion und Werkzeugbau in einer Hand.

 

Die Anzahl der Mitarbeiter war abhängig von der wirtschaftlichen Lage, aber man kann davon ausgehen, dass neben den beiden, mitarbeitenden Firmeninhabern, im Durchschnitt 6 Schlosser, 2 Hilfsarbeiter und 1 kaufmännischer Angestellter in der Fabrik tätig waren.
 

Zu den Kunden zählte die Papier-, Schuh,- Elektro- und Fahrzeugelektrikindustrie, aber auch die Metallwarenfabriken in Deutschland. Die Produkte wurden nach Frankreich, Belgien und Österreich exportiert.
 

1945 wurde die Fertigung auf Lohnarbeit umgestellt. Beliefert wurden nur noch die Elektro- und Fahrzeugindustrie. Aber auch Neuentwicklungen kamen aus dem Haus, die als Kundenzeichnung hinterlegt wurden. Bei manchen Produkten war die Fa. Malsch & Volkert alleiniger Hersteller und hatte somit eine Monopolstellung.

1958 trat Martha Amm, die Tochter von August Volkert, als Teilhaberin in die Firma ein und übernimmt ab 1976 allein die Leitung der Firma. 1990 dann das Aus, der Betrieb wird still gelegt.

 

1994 wird die Fabrik vom Thüringer Landesamt unter Denkmalschutz gestellt. Und so stellt sie sich noch heute dem Besucher dar. Ein Stück Geschichte zum ansehen und verstehen.